Samba gegen Kohle
Montag, 26. Mai 2008 21:00
Am 24.05. - Samstag - war ich auf einer Demo. In Mannheim soll ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden. Das gilt es zu verhindern - warum, fassen die Grünen hier gut zusammen.
Es war eine Menge los. Viele Organisationen: die Grünen, Greenpeace, der BUND, Attac. Die Ikema - das ist die “Initiative Klima und Energie Mannheim”. Komischerweise auch die Linken. Und viele Aktionen: Eisbären, eine Schauspielgruppe, einen Rapper, eine Heidelberger Band namens “Zwischentöne”. Die ersten zweihundert Meter sind wir rückwärts gelaufen, um “Kohlekraft ist Rückschritt” im Bilde darzustellen.
Am besten aber war die Sambaband. Eine Sambaband sollte überhaupt auf keiner Demo fehlen. Sie wirkt verbindend, sie hilft beim Parolenrufen, sie macht gute Laune - und das nicht nur den Demonstrierenden, sondern auch den Zuschauern. Und sollte eine kleine Gruppe von Demonstranten sich auf das Firmengelände des Kraftwerks verlaufen, und dort, wo sie schon einmal da ist, auf einem Kohleberg ein Transparent zu entrollen, das die Entmachtung der Stromkonzerne fordert - sollte dann die Polizei die Gruppe umstellen und mit einem Megafon auf sie einreden: Dann sorgt die Sambaband dafür, dass der bemegafonte Polizist nicht zu verstehen ist. Und immer noch haben alle gute Laune. (Wahrscheinlich sogar die Polizei.)
Inzwischen habe ich ergooglt, dass Attac Schulungen im kreativen Demonstrieren macht.
Gegen das Kohlekraftwerk kann man übrigens hier unterschreiben. Bitte helft!
Etienne | Thema: Demo, Kohle, Mannheim | Kommentare (0)